Biene oder Wespe? Oder doch Biene?

Lange Jahre konnten wir diese Insekten nicht unterscheiden;
dabei hatten wir seit langer Zeit einen großen Garten mit Blumen,
Gemüse und auch Obstbäumen. Nur leider haben die Obstbäume
sehr wenig Früchte getragen.

Wie der Zufall es wollte, lernten wir 1997 einen Imker mit über 50-jähriger Erfahrung kennen. Wir haben uns seine Bienenvölker zeigen lassen, stellten unzählige (mit Sicherheit total naive, um nicht zu sagen dumme ) Fragen, halfen beim Schleudern. So wuchs unsere Interesse am Imkern.

Wir erinnerten uns an Biologieunterricht aus der Schulzeit und stellten fest, daß unsere Obstbäume unbedingt gute Bestäuber brauchen.

Die Idee, selbst mit der Imkerei anzufangen, war geboren.

Nun mußte in unserem Garten Platz für die Bienen geschaffen werden. Mehr als 3 Völker wollten wir allerdings nicht haben - es sollte eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung sein und nicht in Arbeit ausarten.
Das erste Volk bekamen wir im Juni 1998 von unserem "Imkervater" geschenkt, zwei weitere kauften wir für einen symbolischen Preis von 1,- DM pro Volk. Unsere Imkerei konnte beginnen.

Wie oft haben wir in den ersten Tagen und Wochen die Völker geöffnet,

die Waben durchgeschaut, nach der Königin gesucht - fast hätten wir unsere Bienen totgeguckt.

Ein Jahr darauf hatten wir unsere ersten (recht schmerzhaften) Erfahrungen mit Schwärmen gemacht - wir (zwei unreifen "Jungimker") durften den ersten Schwarm einfangen. Und der hat es uns nicht leicht gemacht: die Bienentraube hing auf einem Akazienbaum in etwa 8 m Höhe. Wir schafften es, die Bienen einzufangen, ich sah danach jedoch aus, wie ein Boxer nach einem schweren Kampf. Zu Belohnung durften wir dieses Volk behalten. Und schon hatten wir 4 Völker.

Ende Mai konnten wir unseren ersten Honig schleudern - ich erinnere mich noch wie heute; wir freuten uns wie Schneekönige, als der erste Tropfen des "süssen Goldes" aus der Schleuder kam.

Mittlerweile ist der Bestand unserer Völker auf 20 angewachsen, wir sind aber weiterhin Hobby-Imker geblieben und werden es auch bleiben. Die Arbeit mit unseren Bienen macht uns nach wie vor sehr viel Spaß.

Wir sitzen weiterhin stundenlang vor dem Flugloch, beobachten die Sammlerinnen, wie sie mit vollen Pollenhöschen heim kommen, die Wächter, die die Fluglöcher bewachen, den Jungfernflug, die Kämpfe mit den Drohnen.

Das Einfangen von Schwärmen - übrigens ein sehr schönes Naturschauspiel - bereitet uns auch keine Probleme mehr.

Eines machen wir allerdings nicht mehr: wir versuchen nicht mehr die Bienen totzugucken.

Die kleinen, emsigen Insekten haben uns geholfen, durch die Natur mit weit geöffneten Augen zu gehen. Wir sehen jetzt Pflanzen und Blüten, die wir vorher nicht, oder sehr wenig beachtet haben. Sie haben uns dazu bewogen, uns mit der Heilkraft anderer Bienenprodukte zu befassen. Und nicht nur dies - Freude macht auch eine Bienenwachskerze, eigenhändig hergestellt aus selbst gewonnenem Wachs.

Haben wir Ihr (Dein) Interesse geweckt?

Unserer Web-Seite haben Sie schon gefunden - der Besuch in unserem kleinen Paradies, bei unseren fliegenden Freunden wäre noch lehrhafter.

Und noch was: wir können jetzt eine Biene von einer Wespe unterscheiden!